BSI Aktuell 22/2026
5. November 2026
Bonn/Berlin (BSI) – Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V. (BSI) führte auch 2026 seinen traditionellen „Politischen Gästeabend“ am 4. November 2026 im „Hotel Adlon Kempinski Berlin“ in Berlin durch. Auf der mit rund 200 Gästen aus der Politik, den Bundesministerien, der Wirtschaft, der Wissenschaft, den Verbänden und den Medien gut besuchten Veranstaltung äußerten sich Politiker mit Grußworten zu aktuellen Themen der Gesellschaft und der Spirituosenbranche.
Nach einer Begrüßung des BSI-Präsidenten, Thomas Ernst, führte Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, MdB (CDU/CSU), u. a. aus: „Unsere Spirituosenwirtschaft ist ein starkes Stück Heimat: Sie verbindet jahrhundertealtes Handwerk mit neuen Ideen, schafft Arbeitsplätze und sorgt für Wertschöpfung in unseren Regionen. Wer solche Traditionen erhalten und zugleich Innovation ermöglichen will, muss den Betrieben auch die nötigen Freiräume geben. Deshalb habe ich den Bürokratieabbau gleich zu Beginn meiner Amtszeit zur Chefsache erklärt. Dass der BSI auch Verantwortung für Prävention und einen bewussten Umgang mit Alkohol übernimmt, begrüße ich ausdrücklich.“
In ihrem Grußwort verwies Gitta Connemann, MdB (CDU/CSU), Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung und Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, darauf, dass das Engagement des BSI im „Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung“ vorbildlich ist, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol auch schon im Jugendalter zu vermitteln und frühzeitig Familien aufzuklären. Insgesamt sollte die gesundheitliche Aufklärung auch in anderen Branchen Schule machen, um Missbrauch entgegenzuwirken und eine wirksame Beratung anbieten zu können. Des Weiteren führte sie aus: „Korn, Obstbrand, Eierlikör – Heimat in Flaschen. Dahinter steht Mittelstand pur. Menschen und Familien, die nicht in Jahresabschlüssen sondern in Generationen denken. Die Verantwortung tragen. Für ihre Mitarbeiter. Für ihre Heimat. Sie brauchen Rückenwind. Mit dem BSI haben sie eine starke Stimme in Berlin und Brüssel. Das Motto ‚Genuss verbindet‘ bringt es auf den Punkt. Denn in Spirituosen aus Deutschland steckt mehr als Hochprozentiges: sondern Heimat, Handwerk und Herzblut.“
Esra Limbacher, MdB (SPD), Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und Sprecher des Seeheimer Kreises, informierte in seinem Grußwort: „Die deutsche Spirituosenwirtschaft mit ihren vielen mittelständischen und familiengeführten Unternehmen steht für Arbeitsplätze, Ausbildung und regionale Wertschöpfung. Für uns als SPD und Seeheimer Kreis ist klar: Wer Beschäftigung sichern und Investitionen ermöglichen will, muss dem Mittelstand verlässliche Rahmenbedingungen bieten und wirtschaftliche Stärke mit sozialer Verantwortung verbinden.“
Caroline Bosbach, MdB (CDU/CSU) für den Rheinisch-Bergischen Kreis, stellv. Vorsitzende des Parlamentskreis Mittelstand (PKM) der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, führte in ihrem Grußwort aus „Ich glaube, viele Menschen haben in den vergangenen Jahren das Gefühl entwickelt, dass der Staat immer größer geworden ist, während das Vertrauen in die Eigenverantwortung der Bürger und Unternehmer kleiner geworden ist. Wir brauchen einen Staat, der sich zurücknimmt, wo Unternehmer und Bürger selbst die besseren Entscheidungen treffen können. Wir haben den Menschen im Wahlkampf Entlastungen versprochen. Keine weiteren Belastungen. Es hieß immer, wir haben zwei Möglichkeiten: also entweder Schuldenbremse aufweichen oder Steuern erhöhen. Es gibt aber auch noch eine dritte Möglichkeit, bei Politikern wahrscheinlich unpopulär, aber trotzdem richtig: Nämlich mal kräftig den Rotstift anzusetzen. Vor allem bei den Subventionen. Die haben sich durch staatlich gelenkte Wirtschafts- und Energiepolitik in den letzten Jahren nämlich verzehnfacht.“
In seiner Eingangsrede führte Thomas Ernst den Anwesenden die Bedeutung der Spirituosenindustrie als wichtigen Wirtschaftsfaktor in Deutschland vor Augen. Die Spirituosenindustrie erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von rund 4,6 Milliarden Euro, die Einnahmen des Bundes aus der Alkoholsteuer für Spirituosen beliefen sich auf ca. 2 Milliarden Euro. Der Pro-Kopf-Konsum lag bei 4,85 Litern. Das Gesamtmarktangebot betrug 2025 rund 654 Millionen Flaschen.
„Gerade in Zeiten individualisierter Konsumenten sowie wirtschaftlicher Unsicherheit und Unabwägbarkeiten kommt der Konsumentenstimmung eine besondere Bedeutung zu: Qualität zur Orientierung, Markenpflege, Nachhaltigkeit, Kultur und Tradition bei gleichzeitiger Bereitschaft zu Innovationen werden auch in Zukunft Garanten für das Interesse an der Vielfalt der Spirituosenwelt bleiben“, so Thomas Ernst. „Aufgrund der derzeit fragilen Wirtschaftslage, die durch Zölle und unvorhersehbare politische Entwicklungen und insbesondere die aktuell diskutierte einseitige Zusatzsteuererhöhung auf Spirituosengetränke geprägt ist – die für die Spirituosenbranche weder fiskalpolitisch noch gesundheitspolitisch, noch verfassungs- und unionsrechtlich sachgerecht ist, fordern die Mitglieder des BSI der ausschließlich mittelständisch geprägten Spirituosenbranche von der Bundesregierung zu fairen Rahmenbedingungen zurückzukehren, um in Zukunft wieder eine nachhaltige Wertschöpfung gewähren zu können. Sie plädieren dabei für Eigenverantwortung, ein faires Marktumfeld und insbesondere Planungssicherheit sowie den Abbau der Bürokratie auf ein Mindestmaß und keine weiteren erschwerenden Regelungen und Hemmnisse.“
Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und Importeure e. V. (BSI) ist die zentrale Dialog-Plattform und das politische Sprachrohr der deutschen Spirituosenbranche. Mit über 250 Mitgliedern – von Familienunternehmen über Craft-Herstellern bis hin zu internationalen Unternehmen – steht der Verband für Vielfalt, Genuss, Tradition, Verantwortung und Aufklärung.
Der 2005 vom BSI ins Leben gerufene „Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung“ engagiert sich mit von Wissenschaftlern entwickelten unabhängigen Präventionsmaßnahmen für einen verantwortungsvollen Umgang mit alkoholhaltigen Getränken. „Wir setzen uns für eine faire und transparente umfassende Information und Aufklärung über den verantwortungsvollen und risikoarmen Umgang mit alkoholhaltigen Getränken ein, denn Aufklärung und Eigenverantwortung sind Voraussetzung für Genuss“, so Angelika Wiesgen-Pick, Geschäftsführerin des BSI.
Abdruck honorarfrei – Belegexemplar erbeten.
Fragen beantwortet Ihnen gerne:
BSI-Geschäftsstelle
Angelika Wiesgen-Pick • Geschäftsführerin
Pfaffenweg 15 • 53227 Bonn
Telefon: 0228 53994-0
Telefax: 0228 53994-20
E-Mail: info@bsi-bonn.de
Internet: www.spirituosen-verband.de
