Kneipe, Bar & Co. als Dritter Ort im Leben

In den Medien verkürzt sich die Darstellung von Spirituosen oft auf gesundheitliche Aspekten oder - wie aktuell - auf das fiskalpolitische Instrument der Steuererhöhung. Dabei geraten nicht nur Tradition und der maßvolle Genuss alkoholhaltiger Getränke aus dem Blick, sondern auch das soziale Umfeld, in dem in Deutschland Alkohol konsumiert wird. Eine aktuelle Studie von EY-Parthenon im Auftrag der Initiative Cocktail.Kultur.Gesellschaft. hat diesen Punkt nun näher beleuchtet. Unter dem Titel "Der gesellschaftliche Wert von Bars, Clubs und Kneipen - Kurzanalyse der sozialen und volkswirtschaftlichen Bedeutung der Getränkegastronomie in Deutschland" fokussiert sich die Studie auf die Getränkegastronomie und untersucht Bar, Kneipe, Brauhaus und Club als sogenannten Dritten Orte, der für soziale Interaktion und gesellschaftliches Miteinander steht.

Nicht nur ökonomisch relevant

Schließen traditionelle Kneipen oder die Bar und der Club um die Ecke, bedeutet dies nicht nur das Aus für einen Wirtschaftsbetrieb, sondern es gehen auch „niedrigschwellige Räume für Begegnung, Austausch und Teilhabe" verloren, die laut Studie „einen Beitrag zu Gemeinschaft, sozialem Vertrauen und lokaler Demokratie" leisten. Diese politische Perspektive werde bei der gegenwärtigen Diskussion um höhere Steuern auf Alkohol nicht angemessen berücksichtigt, so die Autoren der Studie. Der BSI unterstützt diese Aussagen, wie Geschäftsführerin Angelika Wiesgen-Pick in ihrem Grußwort für die Studie ausführt. Der Spirituosenverband hatte bereits mit der Konsummuster-Studie 2025 auf die sozialen Aspekte beim maßvollen Genuss von Spirituosen hingewiesen. Dies soll die Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums nicht vergessen machen, weshalb sich der „Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung" des BSI bereits seit über 20 Jahren mit Präventionsinitiativen und gezielter Verbraucherinformation engagiert. Zu diesen Maßnahmen zählen „DON'T DRINK AND DRIVE", „Klartext reden!" oder auch „Verantwortung von Anfang an" und die „Schulungsinitiative Jugendschutz".

Die Studie ist als E-Broschüre frei abrufbar. Über die Präventions- und Aufklärungsinitiativen des „Arbeitskreises Alkohol und Verantwortung" informiert die Website des BSI. 

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